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Sehr gute Stadtliga Saison für die "Zweite"

 

Carsten Israel, Mannschaftsführer, hat das Wort:

Durch den Abstieg der Dritten in der Vorsaison konnten wir in dieser Saison aus dem Vollen Schöpfen, was die Spieler der Stadtliga betraf. Die letzte Saison hatten ja beide Teams recht gut gewuppt, nun galt es aber, aus beiden Mannschaften eine schlagkräftige Stadtligatruppe zu basteln. Für CWa, Ecki und Stefan rückten Armin, Ömö und Birger in die Zweite. Wir bekamen traditionell die schwere der beiden Parallel-Staffeln zugelost und so war allen klar: Das Ziel sollte sein, möglichst schnell einige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln um in ruhiges Mitteldfeld-Fahrwasser zu gelangen. 

Wie in den letzten gefühlten 25 Jahren auch ging es zum Start gegen den NTSV – der dieses Jahr erneut Gast im WG war: 

Punktgewinn gegen den NTSV

SKJE 2 vs. NTSV    4:4 

Zum Anfang der Saison konnten wir schon mal einen richtig guten und spannenden Fight abliefern!! Am Ende konnten wir gut mit dem 4:4 leben und uns über einen gelungenen Saisonauftakt bei den HMM 2008 freuen! Für die verhinderten Peter, Matthias und Tobias rückte Thomas ins Team, vielen Dank dafür!

Der Kampf startete mit einem Paukenschlag, denn Isis Gegner lief genau in eine vorbereitete Bauernopfer-Variante, ließ sich bereits nach 58 Minuten und 13 Zügen seine Dame fangen und gab anschließend umgehend auf. Es entwickelten sich an den anderen Brettern viele heiße Partien. Daniel, der dieses Mal zur großen Freude des Käptn´s nicht in Zeitnot kam (guter Vorsatz zum neuen Jahr gleich umgesetzt, Daniel - sehr schön :-) ) willigte nach ca. 3 Stunden dem Remisangebot seines Gegners ein und erkämpfte einen wichtigen Halben. Ömö griff im Mittelspiel daneben und wurde vom Ex-SKJE´ler E. Lindschau daraufhin böse bestraft - der Ausgleich. In Zeitnot verlor Mark leider kurzzeitig den Durchblick und fand nicht die gute Verteidigung gegen das Druckspiel seines Gegners, wodurch sein König nicht mehr zu retten war. Thomas kämpfte sich durch ein Endspiel und konnte am Ende einen guten Halben einfahren, während Mick ein Figurenopfer von Putzbach zwar gesehen hatte, die Stärke dessen aber falsch einschätzte... somit stand´s nach 4 Stunden 2:4. Doch dann schlug die Stunde der Youngsters. Birger konnte in einem sehr stark vorgetragenen Turmendspiel zeigen, dass verbunden Mittelfreibauern stärker sind als 2  Randbauern - ganz stark! Und Armin, der in der Eröffnung einen Bauern gewann, baute seine Stellung immer weiter aus, gewann dann eine Qualität und nach supersicherem Spiel den verdienten Punkt - der Ausgleichstreffer zum 4:4 ließ uns jubeln. Eine insgesamt gute Vorstellung von uns gegen einen gleichwertigen Gegner. Positiv zu erwähnen ist, dass es nicht zum eigentlich üblichen Skandal mit H. Türk & Co. kam, der Kampf lief friedlich und fair durch! 

In der nächsten Runde ging es zur zweiten Mannschaft der Schachfreunde, ein ebenfalls altbekannter Gegner, mit dem wir uns schon einige heiße Fights geliefert haben. 

Niederlage bei den Schachfreunden

Schachfreunde 2 vs. SKJE 2    5:3 

Bei unseren Horner Schachfreunden mussten wir die erste Saisonniederlage einstecken. Am Ende hieß es 3:5 - und das wohl auch so leistungsgerecht. Mark musste leider am Vorabend passen, dafür rutschte Wolle ins Team (danke auch an Thomas Schiller, der ansonsten kurzfristig eingesprungen wäre), indem wir mit Daniel Markovic noch einen Spieler der Dritten fremdverpflichten konnten. Kurios: Somit spielten 5 Spieler, die in der vergangenen Saison noch für SKJE 3 auf Punktejagd gegangen waren!! 

Der Kampf begann alles andere als gut, denn bei Matthias wurde relativ schnell klar, dass der verlorene Eröffnungsbauer zum Verlust führen würde. Wolle konnte dann nach drei Stunden seinen Gegner bezwingen, doch kurze Zeit später musste Birger die Segel streichen - es ließ sich ein Abistress-Faktor erkennen - es wollte nicht so richtig was zusammenlaufen. Bei Ömö kippte die Partie leider zu seinen Ungunsten, nachdem er einen Bauern gewonnen hatte - mit dem Geblitze seines Gegners kam er nicht zurecht und verkrampfte ein wenig, um dann den ganzen Punkt abzugeben. Mick erwischte einen guten Tag gegen den 2. FM im 2. Match (diesmal ein doppelter FM - Falko Meyer) und konnte einen Halben abklammern!! Doch an Brett 2 bei Armin gingen die Lichter kurz vor der ersten Zeitkontrolle aus, somit hatten wir schon vor Ablauf der 4. Stunde verloren :-( Für Ergebniskosmetik sorgten dann Isi mit einem spektakulären Dame-Läufer-Matt und Daniel M., der einen Halben erkämpfte - macht summasummarum 3:5 Brettpunkte.  

Das sollte in Bälde möglichst erfolgreicher laufen - möglichst schon im nächsten Match am Freitag, den 15.02. zu hause gegen den Aufsteiger aus Marmstorf!! 

Last-Minute-Sieg gegen Marmstorf

SKJE 2 vs. Marmstorf 2   4,5:3,5 

Was für eine Dramatik! Im heimischen WG kam SKJE 2 zum ersten Saisonsieg und bleibt zu hause ungeschlagen. Und dabei schien der Kampf zwischenzeitlich schon verloren zu sein... 

Es war die Revanche des SKJE gegen Marmstorf, hatten sich doch unsere ersten Mannschaften am vorherigen Sonntag in der Landesliga duelliert, bei dem es für uns eine herbe 1,5:6,5-Klatsche setzte. Kurios begann der Kampf, als klar war dass es an Brett 6 zum Duell Isi gegen Tobias Müller kam, eine Partie, die bereits 5 Tage vorher an der gleichen Stelle mit gleicher Farbverteilung eine Klasse höher stattfand. 

Nach rund 3 Stunden endete die erste Partie, und zwar die von Abiturient Birger, der sich einen halben Punkt erfightete. Die vierte Stunde sollte dann nicht die des SKJE sein, denn Abiturient Armin (vielen Dank an die beiden, die trotz des Schulstresses spielten) ließ sich von einem gegnerischen Königsangriff überrumpeln. Und bei Ömö, der sich eine gute Stellung mit Mehrqualle rausgearbeitet hatte, wurde die Dame gefangen, er versuchte zwar noch einiges, doch erfolglos. Marks Partie endete im Remishafen, so dass wir mit 1:3 in die letzte Stunde gingen. Dabei hatte Mick eine gute Stellung, Daniel und Matthias hohe Remisbreiten auf dem Brett und Isi stellte sich bei der Abwicklung ins Endspiel doof an, so dass ein verlorenes Turmendspiel entstand, insgesamt keine wirklich guten Aussichten auf einen Mannschaftspunkt. Doch ersten kommt es anders... Bei Matthias verzichte der Gegner auf eine Remisschaukel im Springerendspiel, spielte auf Gewinn, was aber komplett nach hinten losging - Konter durch Matthias zum 2:3. Nach 4:50 Stunden ging es bei Daniel in ein totremises Endspiel, somit 2,5:3,5. Nun hieß es SKJE vs. Müller, Mick verwerte seine bessere Stellung ganz konsequent gegen Jan-Hendrik M. und erzielte den Ausgleich. Isi spielte die letzte Partie und es war das genaue Gegenteil der sonntäglichen. Einst stand er in einem Endspiel auf Gewinn und verlor die Nerven, heute hieß es eine Verluststellung zu verwalten. Doch - oh Wunder - verlor dieses Mal der Gegner die Nerven, von 2:3 Bauern im Turmendspiel am Anfang hieß es irgendwann 2:0 Bauern, aber auch dort bedurfte es noch einiger Ungenauigkeiten des Gegners, bis in der Blitzphase um 23:59 der König mattgesetzt wurde.  

4,5:3,5 - ein großartig erkämpfter Sieg, der absolut zur rechten Zeit kam.  

Denn beim Blick auf die kuriose Tabelle fiel auf: Bis auf Fischbek, die bislang dreimal verloren, hatte jede Mannschaft mindestens einmal gewonnen - aber auch mindestens einmal verloren!! Spannung war also garantiert. Weiter ging es für uns am Dienstag, den 26.02. in Barmbek.

Und wie hieß es so schön nach diesem Match laut eines Aufrufes des Mannschaftsführers:  

Auf weitere so dramatische Wettkämpfe mit gutem Ausgang :-) ... 

Last-Minute-Sieg in Barmbek

Barmbek 1 vs. SKJE 2   3,5:4,5 

Was für ein Wettkampf!!! Da hieß es erst einmal lange Durchatmen, denn zum ersten Mal konnte SKJE 2 gegen Barmbek 1 beide Punkte einstreichen!! Das war ganz großes Tennis auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Ein Dank erst einmal an Thorben, der dankenswerterweise für die Verhinderten Peter, Matthias und den gesperrten Ömö einsprang. Und dann einen herzlichen Dank für die Orga ab 19 Uhr an CWa und Hendrik, die dafür sorgten, dass auch Armin den Weg ins Kulturhaus fand. 

Barmbek war an diesem Tag ein wenig weich eingestellt, so gab es für Birger und Daniel zwei schnelle Schwarz-Remis. Kurze Zeit später hatte auch Armin seinen Zeitnachteil auf den Feldern ausgeglichen und remisierte. Nach drei Stunden stand es dann 2:2, denn auch Mark fuhr einen sicheren Halben ein. Joker Thorben versuchte im Turmendspiel zwar alles, doch auch an Brett 8 gab es eine Punkteteilung. Als Hahn dann seinen Königsangriff nicht durchbekam und nach knappen 4 Stunden aufgab war es wie im Kampf der letzten Runde gegen Marmstorf: 2,5:3,5 bei noch laufenden Partien von Mick und Isi. Und Geschichte wiederholt sich dann doch manchmal. Mick konnte kurz nach der Zeitnot den ganzen Punkt gegen den ehemaligen SKJE´ler Norbert Becker einfahren, während Isi wieder bis kurz vor Mitternacht fightete und im schlechteren Endspiel im Final-Blitz einen Anschiss fand, der den Gegner zur sofortigen Aufgabe zwang. Welch erneute Dramatik, aber wenn es am Ende gut ausgeht, hat sich der ganze Aufwand ja gelohnt :-)  

Mit 5:3 Punkten und diesen Big Points standen wir in der Tabelle recht gesichert da.

Einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt konnten wir im kommenden Heimspiel gegen Schlusslicht Fischbek schaffen, mit denen wir aus dem Vorjahr noch ein Hühnchen zu rupfen hatten!! 

Starker Sieg gegen Fischbek

SKJE 2 vs. TV Fischbek      5:3 

Auch in der 5. Runde konnten wir unsere "Im WG sind wir unbezwingbar"-Serie fortsetzen! Gegen das Tabellenschlusslicht gab es nach einem spannenden Verlauf einen hart umkämpften aber verdienten 5:3-Sieg.  

Für die Verhinderten Armin, Birger, Tobs und Peter spielten Wolle und Thomas als superstarke "Reserve"-Spieler, ein Glücksgriff, wie sich im Laufe des Abends herausstellen sollte. 

Durch die Eröffnungen kamen wir an den Brettern gut und so sah es nach 2,5 Stunden auch ganz okay aus, ohne das klare Gewinnstellungen auf dem Brett waren. Die Führung erzielte schließlich Daniel, der ein tolle Partie spielte und seinen ersten Ganzen in der Saison machte.  

Es folgten Punkteteilungen bei Thomas (starke Partie gegen den sehr starken Sternberg mit besserer Stellung) und Mick, der seinen Vorteil dieses Mal leider nicht in einen ganzen Punkt ummünzen konnte. Wolle nutzte eine Unachtsamkeit taktischer Natur seines Gegners aus, um zuerst einen wichtigen Zentrumsbauern und schließlich die Partie zu gewinnen. - 3:1.  

Matthias war an recht früh in der Partie nicht ganz Herr des Brettes, verlor dabei einen Bauern und sein Gegner brachte den Vorteil nach Hause. Somit stand es nach der ersten Zeitnot 3:2 mit drei sehr ordentlichen Stellungen auf dem Brett.  

Mark kam recht schnell in die zweite Zeitnot, hatte ein Endspiel mit Mehrqualle, dass er dann aber mit dem klaren Zeitnachteil remis gab.

Isi war es dann zum dritten Mal in Folge erneut vergönnt den viereinhalbten Punkt zum Mannschaftssieg einzufahren, nachdem er eine sehr souveräne Partie (nach erneut exzellenter Vorbereitung durch Hendrik) im Endspiel sicher nach Hause brachte.  

Ömö musste sich am Ende mit einer Punkteteilung zufrieden geben, da er zwar ein Doppelturmendspiel mit zwei Mehrbauern erreichte, aber seine Zeit ein Spiel auf Sieg nicht mehr zuließ, dennoch eine starke Partie unseres 3. Brettes!  

Mit 5:3 hatten wir also den momentanen Letzten besiegt und unser Konto auf 7:3 Mannschaftspunkte hochgeschraubt, eine großartige Saison, die wir bislang spielten!!  

Wahrscheinlich sollte noch ein Punkt aus den letzten vier Matches zum Klassenerhalt reichen!  

Diesen wollten wir wenn möglich auswärts bei der favorisierten Mannschaft des FC St.Pauli einfahren. 

Ganz starker Auftritt am Millerntor

FC St. Pauli 2 vs. SKJE 2   4:4 (gewertet 0:8) 

And once again : Was für ein Match, da kann man als Non-Playing-Captain nur sagen: Mütze ab!!! Gegen eine sehr starke St.Pauli-Mannschaft erfighteten wir am Brett ein 4:4. Und nach dem Studieren der Ergebnisliste der 6. Runde in der Oberliga trat eine Kuriosität auf, denn unser Gegner beging einen krassen Aufstellungsfehler. Das Brett 1 (Knecht) spielte in der 6. Runde für die 1. Mannschaft des FC St. Pauli in der Oberliga und war somit für unseren Wettkampf gesperrt.  Daran dachte aber niemand, denn er setzte sich fröhlich Mick gegenüber. Somit wurde der Wettkampf nachträglich mit 8:0 für uns gewertet. Aber egal, auch mit dem 4:4 hätten wir den Riesenschritt zum Klassenerhalt selbständig geschafft!!! 

Der Kampf begann mäßig, und zwar mit zwei schnellen Niederlagen von Matthias und Ömö. Danach sah es eher nach einem 2:6 aus denn nach einem Punktgewinn, aber dann begann das Team einen sehr zähen Fight! Achim hielt sein Turmendspiel mit Minusbauern remis, während Armin in einem sehr unklaren Mittelspiel ebenfalls halbierte - 1:3. In der ersten Zeitnotphase schlug dann unsere große Stunde: Erst konnte Viktor gegen den starken Ersatzspieler Heinlein ein Endspiel durch eine schöne Final-Taktik gewinnen, bevor Micks Gegner in leichte Zeitprobleme kam und in Folge dessen überspielt wurde - Ausgleich! Daniel war er dann vergönnt, denn Mannschaftspunkt zu sichern, indem er seinen Zeitvorteil (!!! Daniel – weiter so!!!) konstant hielt und seinen Gegner im Endspiel durch die aktiveren Züge zur Verzweiflung und schließlich zum Plättchenfall bringen konnte. Birger konnte sein Endspiel dann leider nicht mehr halten, aber ein großer Kampf ging im völlig verwrackten Pressecontainer mit einem fantastischen Punktgewinn zu Ende. Mit nunmehr 9:3 Mannschaftspunkten waren wir aus dem Abstiegskampf erst mal raus - und das war auch gut so ;-) 

Nach 3,5 Wochen Pause ging es dann gegen Königsspringer – 

Punktgewinn im WG

SKJE 2 vs. Königsspringer 4:4

Wie sollte es in dieser Saison auch anders sein? Auch die 7. Runde brachte der Zweiten einen dramatischen Kampf, und am Ende wurden wir für einen großen Kampfgeist mit einem 4:4 belohnt. 

Für die gesperrten Mick und Armin sowie die verhinderten Birger und Peter sprangen Viktor und Thomas ein - vielen Dank!!! 

Doch der Reihe nach – Ömö´s Gegner hatte mordsmäßigen Respekt und somit starteten wir mit einem 1:0 nach Punkt 60 Minuten in den Wettkampf. Doch die Eröffnungen und Mittelspiele liefen an den meisten Brettern nicht so wie von uns gewünscht, so dass es nach 3 Stunden eher nach einer Klatsche gegen uns aussah. Bei Viktor und Tobs änderte sich das Blatt leider nicht, so dass wir mit 1:2 in Rückstand gerieten.  

Mark spielte eine gute Partie, hatte einen Mehrbauern, den er dann aber im Endspiel zurückeinstellte, so dass der Remishafen angesteurt wurde. Isi spielte solide, konnte seine Siegesserie aber nicht fortsetzen, auch dort wurde der Punkt geteilt.  

Thomas spielte eine ganz wilde Partie, bei der er zwischendurch gar nicht glücklich über die Stellung war, die aber "elektrisch" war und bei sich sein Gegner dann kurz vor Beginn der 5. Stunde verbrannte - Ausgleich! Matthias befand sich in der Zwischenzeit in einem Turmendspiel, in dem sein Gegner einen gefährlichen entfernten Freibauern hatte, doch mit Routine konnte er den Bauern erobern und so den Remishafen ansteuern.  

Nun stand es 3,5:3,5 und die Last lag auf Daniels Schultern - und dort lag sie gut. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle hatte der in dieser Saison noch ungeschlagene Daniel eine Figur geopfert, die sein Gegner dann aber später schön zurückgeben konnte, so dass er sich im Springer-Läufer-Endspiel in gedrückter Stellung und vor allem mit wenig Zeit wiederfand. Aber der Masterplan war da, er schaltete rechtzeitig auf Blitztempo um und erzielte um kurz vor Mitternacht den entscheidenden halben Punkt zum 4:4 - großartig, zumal wir im letzten Jahr knapp gegen diese Mannschaft verloren. 

Mit 10:4 Punkten festigten wir somit vor den beiden Schlussrunden unseren dritten Tabellenplatz hinter dem HSK 6 und NTSV (jeweils 12:2).  

Unser nächster Gegner war dann der Tabellenführer vom HSK sein, dem wir natürlich gerne ein Bein stellen wollten.  

Knappe Niederlage gegen den Tabellenführer

SKJE 2 vs. HSK 6    3,5:4,5

Wieder ein toller Stadtliga-Kampf im WG, und fast hätten wir dem Top-Favoriten auf den Aufstieg sogar ein Bein gestellt, am Ende ging der Kampf dann aber mit 3,5:4,5 verloren. Doch der Reihe nach, Viktor sprang erneut ein und seine Verpflichtung war wieder mal ein absoluter Glücksgriff. 

Das Match begann aber eher suboptimal, denn Birger griff gegen Regina Berglitz daneben und musste schnell den Punkt lassen, somit liefen wir früh einem Rückstand hinterher.  

Kurioses tat sich dann an Brett 3, an dem Armins Gegner - nachdem er sich etwas veropfert hatte - versuchte, sich mit dem Springerzug Sf3 - h1 (!!) zu befreien, worauf ihn Armin auf die Schachpolizei aufmerksam machte und dieser dann etwas peinlich berührt die Partie aufgab. 

Nicht so gut lief es dann zur ersten Zeitkontrolle, Daniel musste der schwierigen Stellung mit extrem wenig Zeit Tribut zollen, die Platte fiel. Mark hatte früh einen Bauern gewonnen, machte sich dann aber auf in einen Zwei-Flügel-Kampf, was seiner Stellung nicht gut tat und am Ende zum Verlust führte - 1:3.  

Mick hatte nach eigenen Angaben zwar nicht alles verstanden was sich so auf dem Brett tat, aber irgendwann konnte er ein Figurenplus erlangen und den Punkt nach Hause bringen! 

In der 5. Stunde spielten somit noch Ömö, Isi und Viktor. Ömös Gegner hatte ein besseren S-L-Endspiel erreicht und nach und nach verschlechterte sich die SKJE-Stellung, so dass es zwischenzeitlich 2:4 stand. 

Isi kämpfte die ganze Zeit in schlechterer Stellung, beim Übergang ins Endspiel aber konterte er und landete im Endspiel Turm + Randbauern gegen Läufer + 3 Bauern. Die Kräfte schwanden, Gewinnideen gab's keine, somit Remis.  

Die letzte Partie zelebrierte Viktor, der im Endspiel erneut zu großer Form auflief. Am Ende um kurz vor Mitternacht war das Endspiel 2 Damen gegen 1 Dame erreicht, in dem der Gegner ganz viele Schachs hatte, bevor Viktor eine Dame zwischen ziehen konnte. Viktor sprach dann zur großen Erheiterung der Zuschauer den Satz "Das ist kein Schach", als seinem Gegner die Möglichkeiten ausgegangen waren - der Rest war Formsache! 

Die Niederlage war zwar schade, da wir somit doch noch ein Heim-Match verloren, aber dennoch war der Fight wieder ein Beleg dafür, dass wir eine tolle Saison spielten.  

Im letzten Match bei HSK 7 hätten wir uns dennoch den dritten Tabellenplatz in der Endtabelle sichern können. 

Unnötige Niederlage in der Schlussrunde

HSK 7 vs. SKJE 2  4,5:3,5

Ich war in diesem Kampf landesligagesperrt und wurde als Mannschaftsführer sowie als Berichterstatter von Mick vertreten: 

Es fing alles damit an, dass am Ende der Punkt fehlte....

Im Grunde fing alles gut an, uns konnte nichts mehr passieren, weder nach oben noch nach unten, und unser Gegner, HSK 7, war bereits abgestiegen. Und Mark war um viertel vor schon  am HSK-Klubheim. Aber dann...


HSK 7 in nomineller Bestbesetzung, wir mit Paul Meyer-Dunker an 7 und Peter Wirthgen an 8, die auch beide absolut pünktlich da waren. Es wurde sieben, aber Armin und Tobs fehlten. Nun gut, kann passieren, erst mal anfangen. Mir als Ersatzmannschaftsführer schwante nichts Böses. An den sechs Brettern tat sich nicht viel, zumindest aber gab es keine negativen Reinfälle. Halb acht, ich wurde doch nervös, hätte ich meine Diensttelefonmailbox  noch mal abhören müssen? Die Zeit schritt voran, weder Armin noch Tobs in Sicht, ist meine zweite Mail mit meiner Privatnummer angekommen? (Anmerkung Isi: Tobs war kurzfristig dienstlich verhindert und hatte kein Handy dabei, und Armin kam mit Sicherheit auch ein wichtiger Termin dazwischen...) Acht Uhr, so´n Mist, 0:2, aber an allen Brettern standen wir nicht schlecht, Paul fing schon an einen zeimlichen Thrill aufs Brett zu zaubern. Bei mir selbst machte sich die Anspannung der ersten Stunde bemerkbar, mein Zeitverbrauch war unverhältnismäßig hoch. Optisch sah meine Stellung recht aussichtsreich aus, aber mir gingen die Ideen aus.  

Als mir Olaf Ahrens, mein sicher schwächerer Gegner, nach zweidreiviertel Stunden zum wiederholten Male Remis anbot, wurde ich schwach, und willigte ein. Kurz danach bekam Ömer ebenfalls ein Remisangebot, in einem Turmendspiel, zwar mit Mehrbauern, aber doch recht brotlos, 1:3. 

Bei Paul ging dann irgendwann nichts mehr, zwar stand er optisch sehr hübsch, aber sein Materialnachteil wog doch schwerer, und sein Gegner blieb cool genug, 1:4. Peter, Daniel und Mark versuchten dann alles, um uns einen Punkt zu retten. Peter spielte eine gute Partie, blieb cool, obwohl er bemerkte, dass er an einigen Stellen ungenau war, und konnte den Punkt verbuchen, als sein Gegner eine Springergabel übersah und eine Figur geben musste (Anmerkung Isi: Peter hat somit die beste Saison aller SKJE´ler in der 50jährigen Historie gespielt, noch nie konnte ein SKJE´ler in einer Saison mehr punkten – mit insgesamt 11,5 aus 12 eine sensationelle Leistung!!!). Mark knetete recht lang eine im Grunde ziemlich remises Turmendspiel, bis er dann doch einsehen musste, dass die Aufgabe für Wolfgang Schellhorn zu einfach war, 2,5:4½.  

Der Abschluss blieb Daniel vorbehalten, der eine fast durchweg überzeugende Partie nach viereinhalb Stunden mit einem letzten Sieg für SKJE 2 in dieser Saison zu beenden: HSK 7 - SKJE 2 4½:3½. Schade, zu acht hätten wir sicherlich mindestens einen Mannschaftspunkt
nach Hause mitgenommen. Aber grämen wir uns nicht nach eine insgesamt guten Saison für SKJE 2.


Fazit: 

Nach dem nur ganz knapp erlangten Klassenerhalt des Vorjahres war das Motto von vornherein klar: Schnell dem Abstiegsstrudel entrinnen – und das gelang großartig!! Nach 6 Runden hatten wir den Nichtabstieg bereits geschafft, dann ging uns ergebnistechnisch ein wenig die Luft aus. Es gab keinen Wettkampf, in dem wir chancenlos waren, ein Zeichen dafür, dass wir absolut stadtligareif sind. Am Ende holten wir uns den 4. Tabellenplatz (ohne den Aufstellungsfehler von St. Pauli wären wir in der Endtabelle auf dem 6. Platz eingetrudelt). Wie eng es in der Liga zugeht, zeigt ein Blick auf unsere Wettkampfergebnisse: 1x 5:3; 2x 4,5:3,5; 3x 4:4; 2x 3,5:4,5; 1x 3:5. Und so verwundert es auch nicht, dass neben den chancenlosen Team aus Marmstorf und Fischbek der dritte Absteiger HSK 7 8:10 Mannschaftspunkte erzielen konnte. Ein Glückwunsch geht an dieser Stelle an die Aufsteiger des Teams HSK 6 rund um unseren Ex-SKJE´ler Christoph Engelbert – viel Glück in der kommenden Landesligasaison (bis auf den Wettkampf gegen unsere Erste natürlich).

Beim Blick auf die Einzelergebnisse fällt auf, dass Mick, Daniel und Isi richtig gute Saisons erwischten und über 50% eintrudelten. Und unsere Ersatzbank war erneut ein Garant dafür, dass wir ganz viele Wettkämpfe an den unteren Brettern entscheiden konnten, vielen Dank an Daniel M, Wolle, Viktor, Thomas, Achim, Thorben, Peter W. und Paul – klasse, dass ihr immer dann eingesprungen seid, wenn Not am Mann war. 

Ansonsten haben wir die Mannschaftspunkte vor allem durch unseren Teamgeist geholt. Klasse, dass immer fast alle Spieler bis zum Ende der Wettkämpfe blieben, das Aufbauen sowie die Anmeldungen zu den einzelnen Runden klappten auch zur Zufriedenheit des Käptn´s – kurz gesagt: Wir haben einfach einen sehr netten Haufen am Start – Und wer weiß, vielleicht schaffen wir sogar dieses Jahr ein Saisonabschlussgrillen im Hause Hennenberger?? 

Die Vorfreude auf die Stadtligasaison 2009 (vielleicht ja dieses Mal nicht zu Anfang gegen den NTSV?!?) kann jedenfalls so ganz langsam steigen. 

Isi